Am vergangenen Wochenende fand in der Oftringer Sonnmatt das Finale der U23-Schweizermeisterschaften statt. Parallel dazu wurden erstmals in der Geschichte des Schweizer Radball-Sports in der Kategorie U17 Mädchen sowie bei den Elite Damen auch zwei Schweizer-Meisterinnen gekürt. Für den Veloclub Oftringen in der U23 am Start waren die amtierenden U19-Schweizermeister Andri Eberhard und Heikki Schaller. Die erst 15-jährigen Junioren fügten ihrer starken Saison ein weiteres erfolgreiches Kapitel hinzu und erkämpften sich vor heimischem Publikum sensationell die Silbermedaille.

Eberhard/Schaller starteten mit einem ungefährdeten 6:0-Sieg gegen Altdorf 1 erfolgreich ins Finale. Auch der nächste Gegner Wetzikon vermochte dem druckvollen Spiel der Oftringer nur in der ersten Halbzeit etwas entgegenzusetzen. Im zweiten Durchgang schalteten Eberhard/Schaller nochmals einen Gang höher und setzten sich schliesslich diskussionslos mit 7:1 Toren durch. Deutlich mehr Gegenwehr leisteten die nächsten Widersacher von Altdorf 2. Die Urner fügten den Oftingern im Juni beim Gewinn des U19-Titels die einzige knappe Niederlage zu, weshalb man sich im Lager der Oftringer erneut auf eine enge Begegnung einstellte. In einer animierten und attraktiven Begegnung legten Eberhard/Schaller stets ein Tor vor, während die Altdorfer zunächst immer wieder verkürzen konnten. In Hälfte zwei gewann das Oftringer Duo mit fortlaufender Spieldauer immer mehr die Oberhand und konnte die umkämpfte Partie schliesslich mit 7:4 für sich entscheiden. Somit kam es im letzten Spiel gegen die amtierenden 1. Liga-Schweizermeister aus Liestal zum grossen Showdown um den Titel. Die Oftringer schafften es dabei trotz furiosem Start nicht, gegen die favorisierten Baselländer eine 2:1-Führung über die Zeit zu retten und mussten kurz vor dem Ende den Ausgleich hinnehmen. Nachdem die reguläre Begegnung 2:2 unentschieden endete, war schliesslich ein Entscheidungsspiel vonnöten. In diesem hatten die Oftringer, trotz lautstarker Unterstützung von den Rängen, mit 0:3 das deutliche Nachsehen. Trotz der abschliessenden Niederlage zeigte sich Coach Andreas Zaugg mit der Leistung seiner beiden Schützlinge mehr als zufrieden und analysierte: „Heute haben wir nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen.“


