In der Turnhalle Sonnmatt wurde am vergangenen Wochenende erstmals der Pädu Luder Cup ausgetragen.Mit dem neuen Turnier erinnerte der VC Oftringen an seinen ehemaligen NLA-Spieler Patrick «Pädu» Luder, der am 1. April 2025 bei einem tragischen Arbeitsunfall ums Leben gekommen war, und setzte zugleich ein nachhaltiges Zeichen für den Radball-Nachwuchs. Insgesamt 24 Nachwuchs-Mannschaften in den Kategorien U11 bis U19 folgten der Einladung nach Oftringen. Den Auftakt machten am Freitagabend bei der erstmals ausgetragenen «Lifetime Trophy» jedoch die ehemaligen und nicht mehr lizenzierten Radballer, die als jung gebliebene Routiniers für einen stimmungsvollen Beginn sorgten. Dabei belegten die drei Oftringer Mannschaften die Ränge zwei (Ondrej Bercsenyi und Roger Schmid), vier (Tobias Schaad und Micha Bhend) und sechs (David und Marcel Schaller).
Am Samstag gehörte die sportliche Bühne dann ganz dem Nachwuchs. In der U13 feierte der VC Oftringen einen überlegenen Heimsieg: Mischa und Nikita Kalt gewannen sämtliche vier Partien und sicherten sich mit 27:1 Toren in souveräner Manier den Turniersieg. Dahinter belegten Loan Hug und Janick Berner Rang zwei, während Finn Stadelmann und Silas Zaugg den vierten Platz erreichten. Auch in der U17 schaffte es das Heimteam aufs Podest. Dario Eberhard und Marlon Frei qualifizierten sich als Dritte für das Spiel um Rang drei und liessen dort Pfungen mit 7:1 keine Chance. Den Turniersieg holte sich Laubach (D) vor Mosnang. In der U11 gab es für den VC Oftringen ebenfalls Grund zur Freude. Finn Stadelmann und Silas Zaugg kämpften sich bis ins Finale vor, mussten sich dort jedoch dem Duo aus Höchst mit 2:6 geschlagen geben. Loan Hug und Janick Berner erkämpften sich nach einer knappen Halbfinalniederlage schliesslich den guten dritten Rang.
Der sportliche Höhepunkt des Wochenendes folgte am Samstagnachmittag. Bei der Junioren-EM-Revanche trafen sechs hochkarätige Nachwuchsteams aus Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Frankreich und der Schweiz aufeinander. Die Schweizer Farben wurden dabei vom Heimteam mit Andri Eberhard und Heikki Schaller vertreten. Das Duo hatte im Mai 2026 an der EM im österreichischen Höchst für die Schweiz den vierten Rang erreicht und wollte nun vor heimischem Publikum glänzen. Die zahlreich erschienenenZuschauer wurden nicht enttäuscht und bekamen zahlreiche packende und hochstehende Begegnungen geboten. Österreich mit Timo Lampert und Max Schallert wurde seiner Favoritenrolle schliesslich gerecht und blieb in fünf Spielen ungeschlagen, womit es das Turnier mit dem Punktemaximum für sich entscheiden konnte. Deutschland mit Fabrice Gerbig und Louis Maier belegte Rang zwei, während Eberhard/Schaller mit drei Siegen und zwei Niederlagen den guten dritten Rang erreichten.
Nachwuchsspieler aus mehreren Ländern, spannende Begegnungen, eine tolle Stimmung auf den Rängen und viele persönliche Erinnerungen machten die erste Austragung des Pädu Luder Cups zu einem besonderen Wochenende. Der VC Oftringen durfte erleben, wie stark Sport verbinden kann – über Generationen hinweg und im Andenken an Pädu Luder, dessen Name mit diesem Turnier lebendig bleibt.
