24h Rennen Schötz

24h Rennen Schötz

3. August 2019 14:00 - 4. August 2019 14:00


Hopp VCO Ladies+

Gruppenfoto

Vor dem Start, von links: Patrick, Marianne, Sarah, Lisa, Karin, Silvia

24 Stundenrennen

Anfang dieses Jahres meinte Karin irgendwann nach einem Spinning Training: "Komm, wir melden ein 4er Frauenteam am 24h Rennen in Schötz an." Ich fand die Idee sofort super und stimmte zu. Schnell konnten wir Ruth von unserem Vorhaben überzeugen und haben dann Silvia (ein wenig) bearbeitet, damit sie ebenfalls zusagt. Silvia meinte aber: "Ich komme nur, wenn wir 6 sind." Glücklicherweise (so können wir im Nachhinein sagen) hat Silvia auf ein 6er Team bestanden. An der GV haben wir dann Marianne und Lisa mit ins Team geholt.

Die Vorbereitungen liefen sehr unterschiedlich ab: Von sehr vielen bis hin zu fast gar keinen Trainingskilometern gab es alles. Unser Ziel war es, einfach durch zu kommen und ein tolles Erlebnis zu haben. In einem Treffen haben wir uns dann einmal abgesprochen, wie wir fahren möchten und was es wohl alles braucht. Da Ruth leider aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, haben wir uns (auch glücklicherweise) noch für eine sechste Person entschieden, Patrick hat sich spontan zur Verfügung gestellt um uns zu unterstützen.

Ohne Erfahrung sind wir dann am Freitag 03. August 2019 nach Schötz gereist und haben unser Lager eingerichtet. Zudem haben wir eine Runde auf der Strecke gedreht, was sich als sehr klug herausstellte. Marianne und Lisa haben sich ab den schier unüberwindbaren Rampen etwas erschrocken, doch dank den super guten Tipps von Peter (Karins Partner) hatten die beiden die Rampen aber schnell im Griff. Am Samstag ging es dann um 09.30 Uhr los in Richtung Schötz. Wir haben noch eine Portion Pasta gegessen und definitiv abgemacht, wie wir fahren werden. Zuerst einmal wollten wir es mit 1er Runden versuchen, damit alle ins Rennen finden.

Patrick ging auf die Startrunde, weil da am meisten Gedränge erwartet wurde und er der stärkste Fahrer im Team war. Eine Runde war 5km lang bot 71 Höhenmeter. Die Runde begann flach, ging dann über die erste Rampe hinein in den Wald. Im Wald erfolgte ein knackiger Anstieg mit einer 180 Grad-Kurve und einem steilen Schlussanstieg, welcher zum Wald hinausführte. Anschliessend ging es in die Abfahrt und es folgten coupierte Asphalt- und Waldwege. Zum Schluss kam zuerst eine Abfahrt durch den Wald, gefolgt von einer über eine Wiese und einen Kiesweg. Die Kurve auf dem Kiesweg wurde mir schon in meiner allerersten Runde zum Verhängnis, weil ich zu schnell fuhr. Die davongetragenen Schürfungen sind am darauffolgenden Montag die etwas weniger schönen Erinnerungen an dieses Wochenende.

Danach verliefen die ersten Stunden problemlos. Alle fuhren in ihrem Tempo die Runde und konnten sich danach wieder etwas erholen. Wir haben festgestellt, dass wir am Mittwoch zwar jeweils längere Touren fahren, aber 5km im Vollgasrennmodus waren sich alle nicht gewohnt. Patrick, Karin und ich haben dann auch getestet, ob wir Doppelrunden aushalten. Da dies gut geklappt hatte, konnten wir unsere geplanten Nachtschichten so durchziehen. Ab 20.00 Uhr bildeten wir 2er Teams und deckten jeweils zwei Stunden ab, während die anderen vier sich in dieser Zeit erholen konnten. Das klappte auch sehr gut, abgesehen davon, dass man kaum Schlaf fand, aufgrund des stattfindenden Feuerwerks sowie dem Adrenalin im Körper und der Anspannung im Wettkampfmodus.

Wir wussten von Beginn an, dass auch Unvorhergesehenes passieren kann. Karin hatte plötzlich starke Magenkrämpfe und wusste, dass sie die Schicht von 06.00 – 08.00 Uhr nicht antreten kann. Hier merkten wir, dass uns Supporter fehlten. Während die meisten Teams Supporter hatten, welche die Wechsel organisierten, waren wir hier etwas auf uns allein gestellt. So haben wir uns dann dafür entscheiden, eine Pause einzulegen, da niemand die Fahrerorganisation übernehmen konnte – vielleicht waren wir zu diesem Zeitpunkt einfach auch schon zu müde um nach Lösungen zu suchen. Leider wurde die Pause dann auf die Gesamtfahrzeit von Patrick aufgerechnet, weil er als erster Fahrer nach der Pause ins Rennen ging.

Schliesslich konnten wir aber das Rennen zu Ende fahren und waren glücklich, dass wir (fast) unfallfrei durchkamen. Unser erstes Fazit: Es war ein tolles, anstrengendes, lustiges, schlafloses und spannendes Erlebnis. Wir haben gemerkt, dass wir in der Organisation noch viel Luft nach oben haben. Ob wir nächstes Jahr auch starten? Das bleibt noch offen. Zuerst erholen wir uns einmal von diesen 24h Stunden.

24h Rennen

Nach 24 Stunden am Ziel! Es sehen alle noch munter und glücklich aus, von links: Sarah, Silvia, Karin, Marianne, Patrick, Lisa

Die gefahrenen Runden: https://services.datasport.com/2019/xstunden/schoetz/results00627.htm