NLA SM18 2. Qualirunde

Erste Punkte für Sämi Niklaus und Patrick Luder

Mosnang, 3. Februar 2018

Nachdem Patrick Luder und Sämi Niklaus am ersten Spieltag noch spielfrei hatten, galt es am 3. Februar in Mosnang ernst. Im ersten Spiel mussten sie sich äusserst knapp geschlagen geben. Gegen die Ostschweizer aus Frauenfeld ging das Spiel mit 0:1 verloren. Es war auch nicht von Vorteil für Sämi Niklaus, dass sein Velo ausgerechnet vor dem ersten Spiel einen Schaden erlitt und er mit dem Ersatzvelo agieren musste und zu oft nur den Pfosten traf. Auch das zweite Spiel gegen den NLB Schweizermeister und NLA Aufsteiger Schöftland war eine knappe Angelegenheit. Am Schluss setzten sich die Suhrentaler Freddy Schenk und Michi Baumann mit 3:1 durch. Im dritten Spiel gegen den routinierten Mosnanger Lukas Schönenberger, welcher diese Saison mit dem 7. Spielpartner in Angriff nimmt, produzierten Luder / Niklaus zu viele Fehler, welche Schönenberger eiskalt ausnutzte. Nach der 1:5 Niederlage gegen die Toggenburger wollten sie gegen Liestal ihre ersten Punkte einfahren. Voll motiviert kündete Torhüter Patrick Luder Tore an und weil er dieses Versprechen einlöste, gewannen die Oftringer mit einem 7:4 Sieg ihre ersten 3 wichtigen Punkte. Nach dem zweiten von total neun Spieltagen führt Mosnang vor Frauenfeld und Pfungen. Oftringen belegt im Moment hinter Schöftland den 8. Tabellenrang vor dem punktgleichen Liestal. Am 3.Spieltag am 17.02.2018 ab 13.30 Uhr treffen in Altdorf Sämi Niklaus und Patrick Luder auf Pfungen, Altdorf 1 & 2 und den zweiten Kantonsrivalen aus Möhlin.

Klein-Winterheim 2018

Internationales Turnier RSV 1921 Klein-Winterheim

6.1.2018

Im knapp 400km entfernten Rheinlandpfälzischen Klein-Winterheim fand auch dieses Jahr wieder ein internationales Neujahrsturnier statt mit teilnehmenden Teams aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Der VC Oftringen wird seit mehreren Jahren immer wieder an dieses Turnier eingeladen. Gespielt wurde in 2 Vierer-Gruppen mit anschliessenden Rangierungs- und Finalspielen.

Gruppe 1:
VC Dorlisheim Mathias Seyfried / Thomas Leclerc
RVW Naurod Marco Wagner / Till Wehner
RSV Sangerhausen Eric Haedicke / Max Rückschloss
RV Bechhofen Pierre Klinger / André Klinger

Gruppe 2:
VC Oftringen Sämi Niklaus / Patrick Luder
RKV Denkendorf Valentin Notheis / Felix Weinert
RMV Bilshausen Lukas Stephan / Thiess Heinemann
RSC Kl. Winterheim Fabian Gebhard / Jonas Gebhard

Spl: HZ: Endresultat:
1. VC Dorlisheim 1:4 RV Bechhofen 1:8
2. VC Oftringen 4:2 RSV Kl.-Winterheim 5:4
3. RVW Naurod 3:3 RSV Sangerhausen 8:3
4. RKV Denkendorf 7:2 RVM Bilshausen 10:2
5. VC Dorlisheim 0:4 RSV Sangerhausen 2:8
6. VC Oftringen 3:3 RVM Bilshausen 5:4
7. RVM Naurod 2:2 RV Bechhofen 3:3
8. RKV Denkendorf 2:2 RSV Kl.-Winterheim 3:3
9. RSV Sangerhausen 2:3 RV Bechhofen 3:5
10 RMV Bilshausen 0:2 RSV Kl.-Winterheim 3:4
11. VC Dorlisheim 2:5 RVW Naurod 2:9
12. VC Oftringen 0:3 RKV Denkendorf 1:5

Rangliste nach den Gruppenspielen

Rangliste Gruppe 1: Punktzahl:
1. RVW Naurod 7 (20:8)
2. RV Bechhofen 7 (16:7) 
3. RSV Sangerhausen 3
4. VC Dorlisheim 0

Rangliste Gruppe 2: Punktzahl:
1. RKV Denkendorf 7
2. VC Oftringen 6
3. RSV Kl.-Winterheim 4
4. RMV Bilshausen 0

Finalspiele

Die letzten beiden Mannschaften jeder Gruppe spielen nochmals gegen einander jedoch wird das Resultat aus der Direktbegegnung der Gruppenspiele mitgenommen.

3.Gr.1 Sangerhausen 4:0 4.Gr.1 Dorlisheim 8:2
3.Gr.2 Kl.-Winterheim 2:0 4.Gr.2 Bilshausen 4:3
4.Gr.1 Dorlisheim 2:3 4.Gr.2 Bilshausen 4:4

 
1. Halbfinale
RVW Naurod 3:1 VC Oftringen 8:3

3.Gr.1 Sangerhausen 2:2 4.Gr.2 Bilshausen 7:4
4.Gr.1 Dorlisheim 3:1 3.Gr.2 Kl-Winterhem 5:2

2. Halbfinale 
RKV Denkendorf 1:1 RV Bechhofen 3:1

3.Gr.1 Sangerhausen 5:1 3.Gr.2 Kl-Winterheim 5:3

Spiel um Platz 3
VC Oftringen 0:2 RV Bechhofen 0:4

Finale
RVW Naurod 2:3 RKV Denkendorf 5:2

Rangliste

1. RKV Denkendorf
2. RVW Naurod
3. RV Bechhofen
4. VC Oftringen
5. RSV Sangehausen
6. VC Dorlisheim 
7. RSV Kl.-Winterberg
8. RVM Bilshausen

Spiele VC Oftringen

VC Oftringen : RSV Klein-Winterheim
Unsere beiden Spieler Sämi und Pädi waren bereits vom ersten Moment an hell wach und konnten nach rund 1½ Minuten verdient mit 1:0 in Führung gehen. Direkt im Anschluss, nach einer kleinen Unachtsamkeit konnte jedoch die einheimischen Mannschaft sofort den Ausgleich erzielen. Oftringen hielt die Konzentration hoch, kämpfte sich zurück ins Spiel und ging wenige Minuten später durch einen schön herausgespielten Konter und einem verwerteten Eckball mit 3:1 in Front. Zur Halbzeit stand es 4:2 für Oftringen. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff konnte die Führung gar auf 5:2 erhöht werden. Ein sicher geglaubter Sieg musste sich jedoch im Verlaufe der 2. Halbzeit hart zurückerkämpft werden. Die Gäste konnten per 4 Meter und einem Konter den Rückstand nochmals auf 4:5 verkürzen. Am Schluss resultierte dann doch der verdiente erste Sieg zum 5:4 im neuen Jahr.

VC Oftringen : RVM Bilshausen
Oftringen begann stark und konnte bereits mit dem ersten Angriff den Führungstreffer zum 1:0 erzielen. Immer wieder erspielten sich unsere Boys schöne Chancen jedoch ohne weiteren Torerfolg. RMV Bislhausen kam immer besser ins Spiel und erzielte kurze Zeit später den Ausgleich. Dieser Treffer beflügelte das gegnerische Team und sie konnten gar den Führungstreffer erzielen. Mit einer schönen Einzelleistung stellte Sämi den Ausgleich zum 2:2 her. Das deutsche Team liess sich jedoch nicht beirren und ging erneut mit 3:2 in Führung, nachdem ein unglücklich bereits sicher gehaltener Abschluss doch noch den Weg ins Oftringer Tor fand. Erneut glänzte Sämi von der linken Seite mit einer herrlichen Einzelleistung und erzielte den Pausenstand zum 3:3. In der Mitte der 2. Spielhälfte konnten die Gegner mit einem etwas unglücklich verwerteten Eckball wieder vorlegen. Nun wurde die Zeit langsam aber sicher knapp. Pädi nahm sein Herz in die Hand und glich aus zum Spielstand 4:4. Rund eine Minute vor Schluss gelang den Oftringern doch noch den Siegestreffer zum Schlussresultat 5:4. Die Partie schien in den ersten Minuten einfacher als sie schlussendlich war. Der Sieg musste hart erkämpft werden.

Wie jedes Jahr durfte jedes Team einen Schiedsrichter stellen. Von unserer Seite her stellte sich Hunzi zur Verfügung. Gleich im Anschluss an das Spiel VC Oftringen gegen RMV Bilshausen durfte er seine Fähigkeiten zum zweiten Mal unter Beweis stellen und hatte mit dem Spiel RVW Naurod gegen RV Bechhofen sichtlich genau soviel geschwitzt wie unsere Jungs zuvor. Eine lautstarke und emotionale Partie leitete er schlussendlich sicher 3:3 zu Ende…

VC Oftringen : RKV Denkendorf
Das dritte Spiel gegen den RKV Denkendorf verlief von Anfang an leider nicht wie gewünscht. Oftringen musste früh den Rückstand hinnehmen. Mehrfache Abschlussversuche endeten jeweils neben dem gegnerischen Tor. Die Gegner hingegen vermochten ihre Chancen eiskalt zu nutzen und führten bereits zur Halbzeit mit 3:0. Kurze Zeit nach Wiederanspiel gelang Ihnen der Treffer zum 4:0. Oftringen bemühte sich und konnte mit einem 4 Meter nochmals verkürzen zum 1:4. Leider verlieft die Aufholjagd nicht nach Plan. Die Gegner beendeten einen interessanten Kampf mit 5:1 Toren für sich. So resultierte für Oftringen doch der gute 2. Platz in Ihrer Gruppe.

Das Halbfinale gestaltete sich schwierig gegen die Mannschaft aus Naurod. Die Gegner konnten die Partie früh an sich reissen und schnell mit 3:0 Toren vorlegen. Oftringen kämpfte und konnte kurz nach der Pause verkürzen auf 1:3. Jedoch legten die Deutschen immer wieder nach und es gelang unserem Team trotz grosser Bemühung nicht, an ihnen dran zu bleiben. Das Spiel wurde hektischer und hektischer und es schlichen sich mehr und mehr Fehler ein bei unserer Mannschaft. Schlussendlich lief uns die Zeit weg und wir mussten uns mit 3:8 geschlagen geben.

Spiel um Platz 3
Das kleine Finale um Platz 3 und 4 konnte lange offen gehalten werden. Erst nach mehreren Chancen konnte die Mannschaft aus RV Bechhofen den ersten Treffer der Partie erzielen. Kurz darauf erfolgte auch de 2. Treffer zum Pausenstand von 0:2 aus unserer Sicht. Kurz nach der Pause waren unsere beiden Spieler dann wieder am Drücker, vermochten jedoch keinen Anschlusstreffer zu erzielen. So kam es wie es kommen musste und die Gegner erhöhten zum Schlussstand von 4:0 für RV Bechhofen.

Finale
Im Finale standen sich dann die beiden Deutschen Teams aus Naurod und Denkendorf gegenüber. Zur Halbzeit führte Denkendorf mit 3:2. Diese Führung konnte Denkendorf in der 2. Halbzeit auf 5:2 ausbauen und liess keine weiteren Gegentreffer zu. Denkendorf gewann den Final mit 5:2 gegen Naurod.

Klein-Winterheim ist immer wieder ein schönes Turnier mit vielen netten Zuschauern und spannenden Spielen. An dieser Stelle bedanken wir uns recht herzlich beim Veranstalter RSV Klein-Winterheim für die Einladung. Ebenfalls gratulieren wir den teilnehmenden Teams zu deren Resultaten. Für uns stand das Turnier im Zeichen einer Standortbestimmung und hat uns aufgezeigt, wo noch harte Arbeit gefordert ist um optimal in die kommende Saison zu starten.

Nicht vergessen! Kommenden Freitag beginnt die Saison mit dem Cup Viertelfinale in Oftringen um 19.30 Uhr.

Turniere Schöftland

Dezember Turniere Schöftland

16./17. Dezember 2017

Tim Schaller / Daniel MeyerDrei Oftringer Teams standen dieses Weekend in Schöftland im Einsatz. Dabei gewannen im Schüler-B Turnier Daniel Meyer und Tim Schaller ihr erstes Turnier dank vier Siegen (3:1 Pfungen, 1:0 Liestal1, 2:1 Liestal2, 1:0 Schöftland2) und einem Unentschieden (0:0 Schöftland1). Dabei ist zu erwähnen, dass sie in allen 5 Spielen nur 2 Gegentore zulassen mussten.

Das 2./3.Liga Turnier nützten die 2.Liga Schweizermeister Jeri Nikalus und Michael Merz für ihr letztes gemeinsames Turnier zusammen, da Jeri sein Radballrad an den berühmten Nagel hängt. Auch sie gewannen das Turnier souverän. 

NLA Turnier

Bereits im ersten Spiel starteten die Oftringer stark und hielten den Ball gegen das Team aus Mosnang lange Zeit gut sicher in den eigenen Reihen. Trotzdem mussten sie mit einem 0:2 Rückstand in die Pause. Die beiden Gegentreffer resultierten aus einem unglücklichen 4-Meter und einem schön herausgespielten Eckball. Die zweite Halbzeit war noch einmal von einem Steigerungslauf der Oftringer geprägt und sie konnten den Anschlusstreffer zum Endresultat 1:2 erzielen.

Im zweiten Spiel überzeugte das Team Luder/Niklaus von Anfang an und sicherte sich schnell mit zwei schön heraus gespielten Treffern eine Führung zum Pausenstand von 2:0. In der zweiten Halbzeit begann wie die Erste. Jedoch sündigten Luder/Niklaus im Abschluss und die Urner nutzten ihre wenigen Chancen und sicherten sich kurz vor Schluss mit einem Abstauber den 3:2 Sieg, sehr zur Enttäuschung der Oftringer.

Im letzten Gruppenspiel gegen Liestal waren die Rollen lange offen verteilt. Oftringen konnte gut mithalten, musste aber nach wenigen Minuten den ersten Treffer entgegennehmen. Wenige Minuten später erhöhte Liestal gar auf 2:0 zum Pausenstand. In der zweiten Hälfte war das Team aus Oftringen nochmals engagiert und konnte mit dem ersten Treffer auf 1:2 verkürzen. In den letzten Minuten des Spiels liess jedoch Liestal nochmals seine ganze Klasse aufspielen und gewann das Spiel verdient mit 4:1.

Im Rangierungsspiel um Platz 7/8 war Oftringen gegen Winterthur mit viel Spass und Freude dabei. Nach kurzer Zeit konnten sie bereits mit schön herausgespielten Toren eine deutliche Führung von 6:0 zur Halbzeit verbuchen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verkürzte jedoch Winterthur nochmals auf 2:6 ehe Oftringen mit zwei weiteren Toren den Vorsprung wieder auf 8:2 ausbauten. Schlussendlich gewann Oftringen klar und verdient mit 8:3.

Das Turnier wurde von der Mannschaft aus Waldrems DE gewonnen. Sie sicherten sich im Final gegen Frauenfeld mit einer starken Leistung 6:2 den Turniersieg. Der dritte Platz sicherte sich das Team aus Liestal. Sie gewannen ihre Partie gegen Altdorf mit 7:6.

Dieses Turnier stand ganz im Zeichen einer Standortbestimmung für eine junge Mannschaft, welche in Kürze in die Fussstapfen von Stadelmann/Zaugg treten will und in der NLA den VC Oftringen vertreten wird. Oftringen konnte mit viel Engagement und schönen Spielen aufzeigen, dass sie sich auf keinen Fall verstecken müssen. Wir freuen uns auf die kommende Saison mit unseren beiden Jungs Sämi Niklaus und Pädi Luder.

Resultate Oftringen:
- Oftringen - Mosnang 1:2
- Oftringen - Altdorf 2:3
- Oftringen - Liestal 1:4

Halbfinale:
- Waldrems - Liestal 5:2
- Frauenfeld - Altdorf 4:3

Rangierungsspiele:
Platz 7/8
- Winterthur - Oftringen 3:8

Platz 5/6
- Schöftland - Mosnang 3:1

Platz 3/4
- Liestal - Altdorf 7:6

Final
- Waldrems - Frauenfeld 6:2

Weltcup Liestal

«Das war’s also»

Der VMC Liestal organisierte am 4. November 2017 das erste Mal ein Radball Weltcupturnier. Es war gleichzeitig der letzte Ernstkampf der Oftringer Radballer Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg.

Beide haben vor dem Turnier als ihr Ziel angegeben, dass sie dieses Weltcup Turnier nochmals so richtig geniessen und vor allem guten Radball auf einem hohen Niveau spielen wollen. So dass sie mit einem befriedigenden Gefühl ihr Velo an den berühmten Nagel hängen können. Dieses Vorhaben ist ihnen in allen fünf Spielen ausgezeichnet gelungen. Im ersten Spiel gegen Dorlisheim gerieten sie zwar zu Beginn in Rückstand, konnten aber schön regelmässig ihre Angriffe mit einem Erfolg abschliessen und das Spiel mit 6:2 für sich entscheiden.

Eckball Höchst

Das zweite Spiel gegen die deutschen Meister aus Obernfeld war eine Augenweide. Wunderschöne Passkombinationen und schnelle Spielzüge auf beiden Seiten freuten sowohl die Spieler als auch das Publikum. Leider ging dieses Spiel für die Oftringer mit 2:4 verloren. Gegen die Weltmeistermannschaft der letzten vier Jahre aus Höchst konnten Stadelmann/Zaugg in der ersten Halbzeit zweimal vorlegen. In der zweiten Spielhälfte zeigten die Österreicher aber ihre ganz grosse Klasse und zogen bis zum 2:7 Schlussstand davon.

Das letzte Spiel der Qualifikationsrunde gegen die tschechischen Meister aus Svitavka entschieden die Oftringer dann wieder mit 3:1 für sich und Stadelmann/Zaugg klassierten sich als Gruppendritte für das Spiel um Rang 5 und 6. Dort trafen sie auf die junge Mannschaft aus Sulz/Dornbirn, die U23 Europameister der letzten beiden Jahre. Zu Spielbeginn gingen die Oftringer zweimal in Führung, dann haperte es etwas mit der Genauigkeit und auch mit dem Glück. Trotz enormen Druck auf das gegnerische Tor fehlten die Torabschlüsse. Sulz/Dornbirn hingegen verwandelte beinahe jede ihrer (wenigen) Chancen. Doch das 3:7 Schlussresultat war in diesem letzten Match sowieso nur zweitrangig. Nach dem Abpfiff wurden Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg nach 24 gemeinsamen Radball-Jahren mit langen Standing Ovations vom Publikum und den Spielern von der aktiven Radball-Bühne verabschiedet.

Rafael Stadelmann / Andreas Zaugg

Nach dem Turnier auf seine Gefühle angesprochen, meinte Rafael Stadelmann nur lapidar. «das war’s also». Er konnte das Ganze noch gar nicht fassen. Beide Spieler waren aber sehr zufrieden mit dem Verlauf des Turniers, sie konnten noch einmal alle Register ihres Könnens ziehen und guten Radball zeigen. Andi Zaugg ergänzte: «Nach dem Spiel gegen Obernfeld habe ich in der Garderobe geweint vor Freude. Das war Radball wie ich ihn mir zum Abschluss gewünscht habe».

Das Turnier gewannen die Weltmeister aus Höchst vor Altdorf. 6 der anwesenden 10 Mannschaften qualifizierten sich für das Weltcup-Finale am 2. Dezember im deutschen Willich. Der VC Oftringen belegt in der Weltcuprangliste den 11. Rang.

Bilder sind im Fotoalbum

Radio SRF1

Nach 25 Jahren beenden zwei Aargauer ihre Sport-Karriere

Jil Lüscher, Radio SRF1, Regionaljournal Aargau-Solothurn, 21. Oktober 2017

Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg spielten seit 1992 zusammen Radball für den VC Oftringen, jetzt hören sie auf.

Hier geht es zum Radio-Interview des Regionaljournal AG-SO.

Ein Vierteljahrhundert haben Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg Seite an Seite für den VC Oftringen Radball gespielt. Zu ihrem Palmarès gehören nebst viel Edelmetall zwei Schweizer-Meister-Titel und ein Cup-Sieg. Am Samstag haben sie ihre letzte Saison in der höchsten Liga mit dem Gewinn der Bronzemedaille abgeschlossen. Am 4. November folgt noch ein Einsatz im Weltcup, dann ist ihre Aktivkarriere Geschichte.

Teamarbeit braucht Rollenverteilung

1992 haben der Rothrister Rafael Stadelmann (Jahrgang 1984) und der Oftringer Andreas Zaugg (1985) zum ersten Mal gemeinsam ein Radballturnier bestritten. Andreas Zaugg hat die Radballgene von seinem Vater geerbt und seinen Kollegen Rafael, dessen Vater ein Fussballer war, mit dem Virus infiziert. Es war der Beginn einer Sportbeziehung, die mit kurzen Unterbrüchen 25 Jahre lang gehalten hat. «Ohne nennenswerte Krisen», wie Rafael Stadelmann im Gespräch mit SRF betont.

Keine Selbstverständlichkeit, schliesslich ist man als Zweierteam aufeinander angewiesen, in guten wie in schlechten Zeiten. «Es braucht eine kumpelhafte Freundschaft, damit das funktioniert», sagt Andreas Zaugg. Und es braucht eine Rollenverteilung: Neben dem Feld ist er der Organisator und im Match für den Offensivpart zuständig. Rafael Stadelmann macht den Torhüter, weil Rafi als Bub weniger Angst vor dem Ball gehabt habe. Andreas Zaugg erklärt, dass beim Radball beide Spieler sowohl offensiv wie auch defensiv spielen müssten.

Härter als man meinen könnte

Apropos Ball: Der wiegt beim Radball 600-800 Gramm und ist damit deutlich schwerer als ein Handball oder Fussball. Und er erreicht Geschwindigkeiten bis 100 km/h. Wenn man da die Hand ungeschickt hinhält oder am Kopf getroffen wird, kann das zu schmerzhaften Verletzungen führen. Ausgerenkte Gelenke, Brüche oder Bewusstlosigkeit, ja das komme vor beim Radballsport, sagen die beiden Aargauer.

Der Sport sei über die Jahre deutlich athletischer geworden. «Man muss ganzheitlich trainiert sein, um auf höchstem Niveau mithalten zu können», erklärt Rafael Stadelmann. Entsprechend hoch sei der Aufwand. Sport, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, sei schwierig und setze Grenzen: Um auch internationale Spitze zu sein, bräuchte es mindestens einen Halbprofistatus. Das Radballteam nimmt diesen Schritt nicht mehr auf sich.

Ein würdiger Abschluss

Anstatt diesen einen Zacken zuzulegen, geht das Duo Stadelmann/Zaugg den anderen Weg: «Wir freuen uns darauf, bald schon die Faszination Radball mit einem Bierchen in der Hand als Zuschauer verfolgen zu können», schmunzeln beide. Und klar: Die kumpelhafte Freundschaft habe im Unterschied zur Aktivkarriere kein Verfalldatum.

Am Samstag haben Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg beim Finalturnier der NLA-Saison die Bronzemedaille geholt. Ein würdiger Abschluss ihrer beispielhaften Karriere, finden die beiden. Am 4. November bestreiten sie beim Weltcupturnier in Liestal einen allerletzten Ernstkampf, dann ist definitiv Schluss.

Ihrem Verein VC Oftringen wollen beide treu bleiben, in welcher Form auch immer. Schliesslich sei man eine grosse Familie. Und wie ihre beiden Väter, die sie immer stark unterstützt hätten, wollen auch Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg in ihren Kindern die Begeisterung für diese vielleicht exotischste aller Sportarten wecken.

Rücktritt

Nun gibt es wohl kein Zurück

Melanie Gamma, 19. Oktober 2017

Radball NLA Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg bestreiten ihren letzten NLA-Final

Rücktritt

«Ja, dieses Mal ist es wohl definitiv», sagt Andreas Zaugg und lacht. Er spricht davon, dass er und Rafael Stadelmann sich Ende dieser Saison aus dem Schweizer-Meisterschafts-Betrieb zurückziehen werden. 24 Jahre haben die beiden für den VC Oftringen Seite an Seite gespielt – mit kurzen Unterbrüchen. 1993 bestritten Andreas Zaugg und Rafael Stadelmann ihre erste gemeinsame Saison bei den Schülern B. 2001 feierten sie den ersten Schweizer-Meister-Titel bei den Junioren. Ab 2004 spielten die beiden in der Nationalliga A. Mit dem Sieg im Schweizer Cup und SM-Bronze war 2009 besonders erfolgreich. 2013 folgte der Paukenschlag zum vermeintlichen Schlusspunkt der Zeit als Aushängeschild des VC Oftringen: Überraschend sicherten sich Stadelmann/Zaugg vor Heimpublikum den Schweizer-NLA-Meister-Titel. 21 Jahre waren da vergangen, seit die beiden sich zu einem Team formiert hatten. Andreas Zaugg beendete seine Karriere, Rafael Stadelmann stieg von da an mit Sämi Niklaus ins Rennen. Nach einer Saison wollte auch er das Radballvelo zur Seite stellen. Niklaus fand aber keinen neuen Partner, der VCO drohte den Platz in der NLA zu verlieren. So gaben Stadelmann/Zaugg 2015 ihr Comeback und bestritten noch einmal drei gemeinsame Saisons.

Mitte September nun haben sich die beiden entschieden, endgültig Adieu zu sagen vom Aktivsport. «Unsere Prioritäten haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich verschoben», sagt Feldspieler Zaugg, der damit zum einen die berufliche Belastung, zum andern familiäre Veränderungen anspricht. Er wurde 2016 Vater – bei den Stadelmanns wird es ebenfalls bald Nachwuchs geben. Und so spielen die Oftringer am Samstag im toggenburgischen Liechtensteig im NLA-Schweizer-Meisterschaftsfinal ihre letzten Partien auf nationaler Ebene, ehe am 4. November in Liestal noch ein Weltcupturnier ansteht. Zum 13. Mal gehen Stadelmann/Zaugg am Samstag auf Medaillenjagd und treffen im Kampf um ihr sechstes NLA-Edelmetall auf Liestal, Altdorf II, Pfungen und Altdorf I.

Statement

So ganz können es Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg aber dann doch nicht lassen. «Wir haben uns vorgenommen, mindestens einmal pro Woche zusammen in der Halle zu stehen», sagt Andreas Zaugg. Er und Torhüter Rafael Stadelmann wollen sich dabei als Sparringspartner zur Verfügung stellen. Schliesslich liegt ihnen viel daran, dass ihre Nachfolger, Sämi Niklaus und Patrick Luder, einst in ihre Fussstapfen treten und ähnlich Erfolge feiern können.

Da auch bei anderen NLA-Teams Veränderungen anstehen, ist dem neuen Oftringer Fanionteam durchaus zuzutrauen, 2018 den Ligaerhalt zu schaffen. «Aber es wird nicht einfach», betont VCO-Vereinspräsident René Lüscher, «der Sprung von der 1. Liga in die NLA ist schon immens, das Tempo ist viel höher in der obersten Spielklasse.» Als aktueller 1.-Liga-Meister hätten Luder/Niklaus ihr Potenzial jedoch aufblitzen lassen und Niklaus verfüge ja bereits über Erfahrung in der NLA.

Auch die Oftringer NLB-Equipe mit Efraim Fluri und Michael Merz soll im Training vom Wissen des abtretenden Duos profitieren können. «Wir freuen uns, etwas von dem, was wir in all den Jahren gelernt und erarbeitet haben, weiterzugeben», sagt Andreas Zaugg. Die Trainer Daniel Hunziker und Adrian Ruf, die seit 2014 Stadelmann/Zaugg betreuten, bleiben indes im Amt.

NLA SM 1. Finalrunde

Velo zu früh weggeräumt

Altdorf, 7. Oktober 2017

Oftringen arbeitet sich in der Finalrunde auf Platz 2 vor

Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg erwischten anlässlich der ersten NLA-Finalrunde in Altdorf einen überraschend guten Tag. Das Duo des VC Oftringen überholte Pfungen in der Rangliste und sammelte für den Schweizer-Meisterschaftsfinal in Lichtensteig wichtige Bonuspunkte. Im ersten Spiel revanchierten sich Stadelmann/Zaugg gegen Möhlin für die Niederlage beim Heimturnier vor zwei Wochen mit einem 4:3-Sieg. Für die Kantonsrivalen aus Möhlin verlief der Tag anders als vorgestellt. Sie verloren sämtliche Spiele und schieden im letzten Moment aus der Meisterschaft aus. In der zweiten Partie resultierte für den VCO gegen Liestal ein 3:3 Unentschieden. Die Oftringer führten zwar zwischenzeitlich mit 3:1, diverse Fehler nützten die Baselbieter aber eiskalt aus.

Ereignisse überschlugen sich

Im dritten Spiel hiess der Gegner Altdorf. Mit der positiven Erinnerung, den Urner Ligakrösus bei der Halleneröffnung bezwungen zu haben, wollten Stadelmann/Zaugg dem Schweizer Meister nochmals Punkte klauen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit profitierte Oftringen von einem Fehlentscheid und führte nach einem Eckball und einem Schuss auf das leere Tor 2:0. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Nachdem Altdorf den Rückstand - ebenfalls mit Fehlentscheiden - wettmachte, kassierte Rafael Stadelmann die zweite gelbe Karte in diesem Spiel. Das hatte eine 0:5-Forfait-Niederlage zur Folge. Weil es für die Oftringer in den 24 gemeinsamen Radball-Jahren die erste Ampelkarte war, stellte Stadelmann das Velo bereits zum Verladen vor sein Auto. Denn er ging davon aus, für die nächsten Spiele gesperrt zu sein. Weil dies aber nur bei einer direkten Roten Karte der Fall ist, durften Stadelmann/Zaugg weiter spielen.

Sie fingen sich und besiegten zuerst Pfungen 5:4. Das entscheidende Tor fiel in letzter Sekunde, was zu Diskussionen führte. Das Schiedsgericht hiess den Treffer nach längeren Auseinandersetzungen mit den Zürichern aber gut. Damit schafften sich die Oftringer die Möglichkeit, sogar noch Rang zwei zu erreichen, weil Pfungen bereits gegen Altdorf II eine Niederlage kassiert hat. Stadelmann/Zaugg ihrerseits mussten gegen Altdorf II gewinnen. Während der ganzen Partie konnte sich jedoch keine der beiden Mannschaften entscheidend distanzieren. Am Ende jubelten aber die Oftringer dank eines knappen 5:4 Erfolgs. Weil Pfungen und Altdorf nicht über 4:4 Remis hinauskamen, arbeiteten sich Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg auf den zweiten Rang vor.

Somit holten sie sich zwei Bonuspunkte für den Schweizer-Meisterschaftsfinal in Lichtensteig. Dieser findet am Samstag, 21. Oktober 2017 ab 10 Uhr statt. Neben Oftringen kämpfen Altdorf, Pfungen, Altdorf II und Liestal im Toggenburg um den Titel.