GP Oftringen

Applaus gab es nicht nur für die Sieger

Der Oftringer Rafael Stadelmann beendet beim Weltcupheimturnier die Karriere mit einem sechsten Rang

Rafael Stadelmann Nach 22 Jahren voller schöner Erinnerungen fiel es Rafael Stadelmann sichtlich schwer, sich von der Aktivbühne zu verabschieden. Schon vor der letzten Partie, dem Spiel um Rang fünf gegen Dornbirn, gab es erste Tränen. Und so richtig emotional wurde es danach. Der 29-Jährige wurde in würdigem Rahmen vor seinem Publikum mit Ansprachen, gegenseitigen Geschenken und viel Applaus verabschiedet. Rafael Stadelmann bedankte sich bei langjährigen Weggefährten und treuen Sponsoren mit einer erfrischenden Rede, bevor er sein Velo nahm und es sinnbildlich aus der Halle trug. "Ich durfte enorm viel erleben. Vielen Dank."

Zuvor hatte Rafael Stadelmann mit seinem Teamkollegen Sämi Niklaus noch fünf Begegnungen absolviert. Das Startspiel gegen den belgischen Vertreter aus Beringen entschieden die Oftringer erwartungsgemäss mit 3:1 für sich. Auch in den Partien zwei und drei blieb die Überraschung aus, Stadelmann/Niklaus mussten sich Höchst II (1:7) und Winterthur (1:6) klar geschlagen geben. Somit war die Chance auf einen Halbfinalplatz bereits vertan.

Im letzten Gruppenspiel wartete der tschechische Vertreter aus Svitavka. In dieser Partie konnte Rafael Stadelmann seine Routine nochmals voll ausspielen, zeigte im Tor mit guten Reflexen eine starke Leistung und setzte sich mit Feldspieler Sämi Niklaus 6:1 durch. In der Gruppe erreichten die Oftringer den dritten Rang und trafen im Klassierungsspiel auf das österreichische Team aus Dornbirn. Der Match um Platz fünf ging trotz guter Leistung kanpp 1:3 verloren, was aber nach dem Schlusspfiff zur Nebensache wurde.

Insgesamt durfte der Oftringer Trainer Daniel Hunziker mit seinen Schützlingen und Schlussrang sechs zufrieden sein. Sämi Niklaus zeigte bei seinem dritten Weltcup-Eiunsatz den ganzen Tag eine solide Leistung und Rafael Stadelmann liess noch einmal seine Extraklasse aufblitzen.

Im Final standen sich schliesslich die Schweizer Vertreter Winterthur und Altdorf gegenüber. Die beiden Winterthurer Peter Jiricek und Marcel Waldispühl steigerten sich im Verlauf des Tages und dominierten auch das Endspiel. Der 5:1 Finalsieg bedeutete für den RC Winterthur breits den vierten Erfolg an einem Weltcupturnier in Oftringen. Die Altdorfer Roman Schneider und Dominik Planzer durften sich damit trösten, dass sie dank Rang zwei die Gesamtführung vor Winterthur übernehmen konnten. Auf den dritten Platz schaffte es das österreichische Team Höchst II.

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Cupfinal

Schweizer Cup Final

1. März 2014, Oftringen

Als achte und letzte Mannschaft hat sich Oftringen nur dank des besseren Torverhältnisses haarscharf für den Schweizer Cup Final qualifizieren können. Rafael Stadelmann und Sämi Niklaus gingen deshalb am Samstag, 1. März mit gemischten Gefühlen an den Start. Gleich im ersten Spiel mussten sie gegen die WM-Dritten aus Altdorf antreten. Diese erzielten nach 20 Sekunden Spielzeit denn auch bereits den ersten Treffer. Doch bis zur Halbzeit konnten die Oftringer gut mithalten und zu Beginn der zweiten Spielhälfte den Ausgleich erzielen. Aber dann liess Altdorf seine Routine und Abgeklärtheit spielen und zog bis zum 1:5 Schlussresultat davon. Im zweiten Spiel gegen Rheineck agierten beide Mannschaften defensiv. Wie bei wichtigen Spielen üblich, wollte keiner einen Fehler begehen und damit dem Gegner eine Chance für einen Gegenstoss einräumen. Auch hier gerieten die Oftringer in der ersten Halbzeit in Rückstand. Nach der Pause konnte Rheineck den Vorsprung gar noch erhöhen. Oftringen konnte via Penalty den Anschlusstreffer erzielen, dann in den letzten beiden Spielminuten noch zwei weitere Tore verbuchen und somit das Blatt im Spiel wenden. Stadelmann/Niklaus gewannen mit 3:2. Im letzten Gruppenspiel gegen Pfungen geriet Oftringen abermals zuerst in Rückstand. Bis zur Pause konnten sie diesen zweimal wieder aufholen. In der zweiten Hälfte konnten sie ihr Spiel besser aufziehen und den Match mit 4:3 für sich entscheiden. Damit war die Qualifikation für die Finalspiele geglückt.

In die Finalgruppe der letzten Vier wurde das Resultat gegen den Gegner aus der Vorrunde übernommen. Oftringen startete also mit der 1:5 Hypothek gegen Altdorf in die letzten beiden Spiele. Gegen Winterthur hatten sie keine Chance und mussten eine 0:5 Niederlage einstecken. Im letzten Spiel gegen Mosnang ging es um den dritten Platz. Oftringen hatte aufgrund des Torverhältnisses die bessere Ausgangslage, Mosnang musste zudem unbedingt gewinnen, wenn sie sich noch für die Weltcup-Serie qualifizieren wollten. Die Nerven der Spieler (und der Zuschauer) waren entsprechend angespannt, der Match heiss umkämpft. Nach unentschiedenem Pausenstand konnte aber Oftringen das Spiel in der zweiten Halbzeit für sich entscheiden und gewann 5:3.

„Ein sensationelles Resultat, damit hätten wir nie gerechnet“, sagte der glückliche Rafael Stadelmann nach dem Turnier. „In der ersten gemeinsamen Saison gleich auf dem Podest des Cupfinals hat unsere Erwartungen wirklich übertroffen“. Im Spiel um den Cupsieg hat Altdorf die Gegner aus Winterthur regelrecht demontiert. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hat sich vor allem Dominik Planzer in einen wahren Torrausch gespielt, mehrmals nacheinander Pässe der Winterthurer abfangen und gleich in Tore verwandeln können. Altdorf gewann hoch mit 10:3 und wurde verdient Cupsieger.

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Meisterfeier

Meisterfeier für Andreas Zaugg und Rafael Stadelmann

Samstag, 11. Januar 2014

Andi Zaugg / Rafael Stadelmann
Weitere Bilder sind im Fotoalbum

 

Dann betraten sie den Saal des Heimatmuseums «Alter Löwen» in Oftringen: Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg. Erwartet von 75 Gästen, die von den Schweizer Meistern mit Handschlag persönlich begrüsst wurden. Währenddessen sorgte die Musikgesellschaft Oftringen-Küngoldingen für den richtigen Ton.

Der Einladung für die Meisterfeier waren nebst Vereinsmitgliedern des organisierenden VMC Oftringen auch Sponsoren und 80 Prozent der Oftringer Regierung, wie es VMCO-Präsident René Lüscher formulierte, sprich Julius Fischer, Hans Pauli, Hanspeter Schläfli und René Wullschleger, gefolgt. Letzterer sagte in seiner Rede: «Ich werde den 19. Oktober nie vergessen.» Der Vizeammann hatte dem spannenden SM-Finaltag in Oftringen beigewohnt und sich schon da mit den Radballern über den Titelgewinn gefreut. Er umschrieb, wie wohl er sich in der «Radballfamilie» fühle, obwohl sein eigener Versuch mit dem Radballvelo einst scheiterte. Wullschleger lobte die Mischung aus sportlichem Ehrgeiz, Kameradschaft und unermüdlichem Einsatz und löste an der Meisterfeier sein Versprechen ein. «Ich sagte immer, ich biete die Musik auf, wenn ihr den Titel holt. Schön, dass beides geklappt hat.»

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